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„Wer sich in die Gewalt eines anderen kommendiert“
Zur Didaktik des Mittelalterunterrichts am Beispiel des Lehnswesens (Fortsetzung)

von Prof. Dr. Thomas Martin Buck (PH Freiburg)

7. Zur Anwendung im Mittelalterunterricht

Wie dies auf eine für Schüler der Sekundarstufe I angemessene Weise geschehen kann, will ich nun, ausgehend von einer bekannten Quelle aus dem Beginn des 8. Jahrhunderts, am Beispiel des mittelalterlichen Lehnswesens aufzeigen. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei jedoch vorab folgendes festgehalten: Die nachfolgende Interpretation ist didaktisch ausgerichtet und erhebt nicht den Anspruch, die Komplexität des mittelalterlichen Lehnswesen vollständig und in allen Einzelheiten zu erklären. Auf Forschungskontroversen geht sie gar nicht ein. Ziel ist es vielmehr, einen ersten, möglichst schülerorientierten Zugang zum Thema im Unterricht zu eröffnen. Zugleich wird der Versuch unternommen, von einer ganz konkreten menschlichen Situation, die für heutige Schüler nachvollziehbar ist, auszugehen.

Prinzip der didaktischen Vermittlung ist also nicht die historische Generalisierung, die Erkenntnisse antizipiert, ohne einen Grund dafür zu legen, sondern die Konkretisierung, Elementarisierung und Individualisierung anhand eines kleinen, aber eindringlichen Textes.

Ich gehe dabei von einem Prinzip aus, das Arno Borst folgendermaßen formuliert hat: „Fremdes begreifen wir erst, indem wir uns begreifen“.[63] Das bedeutet: Abstrakte Begriffe wie „Lehnswesen“ oder „Feudalismus“ erhalten ihren konkreten menschlichen Sinn erst, „wenn sie in das Verhalten miteinanderlebender Menschen zurückübersetzt werden“.[64] In unserem konkreten Fall müssen wir das Phänomen der menschlichen Armut, Not und Schutzlosigkeit aus der Moderne in eine „andere Welt“ zurückübersetzen, um es angemessen zu verstehen.

Der Schüler selbst sieht sich daher durch die Quelle aufgefordert, „sich für das historisch Andere tatsächlich zu öffnen, Situationen und Verhaltensweisen für sich gedanklich zu erproben, versuchsweise die Perspektive des Fremden zu übernehmen“.[65] Das heißt: Sich die Andersheit einer abgeschiedenen Vergangenheit bewusst zu machen, diese Perspektive vielleicht sogar durchzuspielen – man muss ja nicht gleich explizit hinzusagen, dass es sich um eine mittelalterliche Quelle handelt. Das bedeutet in unserem Fall ganz konkret, sich in die Lage eines hilfebedürftigen Menschen, von dem in der Quelle die Rede ist, zu versetzen, und die Frage zu beantworten, warum dieser Mensch freiwillig auf seine Freiheit verzichtet, – eine Verhaltensweise, die mit unserem modernen Freiheitsverständnis nur entfernt vereinbar ist. Zu lernen wäre dabei: Die politischen und wirtschaftlichen Gefahren einer Selbstbestimmung waren offensichtlich so hoch, dass demgegenüber ein gesichertes Leben in Fremdbestimmung vorgezogen wurde.

Die in der Quelle beschriebene Situation soll nach der Lektüre dann im Rahmen eines Perspektivenwechsels mit unserer modernen Lebenswelt konfrontiert, „zurückübersetzt“ und auf ihre „Andersartigkeit“ hin untersucht werden. Der Schüler soll schließlich nach der Analyse zu der Erkenntnis gelangen, dass unsere moderne Gesellschaft durchaus andere Lösungen für die in der Quelle beschriebene Situation der Hilf- und Schutzlosigkeit bereithalten würde, Lösungen, die so für den frühmittelalterlichen Menschen der Quelle aber noch nicht möglich waren, weil die historischen Voraussetzungen für unsere modernen Lösungen schlichtweg fehlten.

Sein Verhalten ist also nicht „mittelalterlich“ im pejorativen Sinne, sondern einfach nur „fremd“ oder „anders“; es geht jedenfalls von Prämissen aus, die für den modernen Menschen nicht unmittelbar einsichtig sind, sondern die man sich – ausgehend von der modernen Gegenwart – historisch erschließen und erarbeiten muss. Die Mittel hierfür sind Perspektivenübernahme und Empathie. Erst dann kann das Verhalten des in der Quelle handelnden Menschen historisch zureichend verstanden werden.

„Wer sich in die Gewalt eines anderen kommendiert“

Im Unterricht würde ich dabei konkret von der Frage ausgehen, die ich bereits im Titel dieser Arbeit aufgeworfen habe: Warum begibt sich (commendare) im Mittelalter ein freier Mann in die Gewalt (potestas) eines anderen freien Mannes? Denn die Freiheitsaufgabe ist ja zunächst einmal wenig einsichtig und für moderne Betrachter zunächst irritierend. Über die Kommendation (homagium = Handgang) selbst sind wir dank einer formelhaften Urkunde aus dem zweiten Viertel des 8. Jahrhunderts relativ gut unterrichtet.[66] Sie ist selbstverständlich lateinisch abgefasst. In der Quelle begegnet denn auch statt „Gewalt“ das lateinische Wort potestas. Andere Quellen verwenden in diesem Zusammenhang auch die Begriffe mundium oder mundeburdis. Man müsste die Eingangsfrage also, um sie angemessen stellen zu können, eigentlich folgendermaßen umformulieren: Warum begibt sich im Mittelalter ein freier Mann in die „potestas“ oder „Munt“ eines anderen freien Mannes?

Es geht also nicht, um dies sogleich klarzustellen und damit moderne Assoziationen abzuweisen, um die gewaltsame Versklavung oder Unterwerfung eines Menschen, wie wir dies etwa aus der Antike oder der Frühen Neuzeit, aber auch aus dem Mittelalter kennen.[67] Denn die „Freiheit“ des Lehensmannes wird hier ausdrücklich betont. Es geht auch nicht um ein Rechtsinstitut, das uns völlig fremd und unbekannt wäre. Auch wir kennen in unserer Rechtssprache noch den „Vormund“, der zum gesetzlichen Vertreter von jemandem bestellt wird, der noch nicht oder nicht mehr geschäftsfähig ist.

Die „Munt“ ist denn auch eine spezifisch mittelalterliche Form der Schutzgewalt oder Schutzherrschaft.[68] Karl Martell z. B. hat im Jahre 723 den Angelsachsen Winfried-Bonifatius (672/675–754) in seine „Munt“ (Schutzbrief) aufgenommen, um ihn und seine hessisch-thüringische Missionsarbeit schützend zu unterstützen. Diese Schutzgewalt des Herrschers war offenbar Voraussetzung für das, was Bonifatius in der Folgezeit geleistet hat. Warum also begibt sich im Mittelalter ein freier Mann in die Gewalt eines anderen freien Mannes? Die Antwort, die uns die Quelle des 8. Jahrhunderts gibt, klingt so schlicht und einfach, dass sie schon fast banal anmutet: Da es allgemein bekannt ist, dass es mir an Nahrung und Kleidung fehlt, habe ich mich bittend an Eure Barmherzigkeit gewandt und habe freiwillig beschlossen, mich in Eure Munt (Schutzgewalt) zu begeben und zu kommendieren.[69] Der Freie, der sich hier in die Gewalt eines anderen Freien begibt, sich also einem anderen Freien „kommendiert“, sagt in der Quelle selbst, warum er dies tut: Er ist arm, es fehlt ihm an Nahrung und Kleidung, und er benötigt Schutz.

Ohne hier jetzt auf alle Einzelheiten des mittelalterlichen Lehnswesens vollständig eingehen zu wollen, fällt doch auf, dass sich hier ein Mensch des frühen Mittelalters freiwillig seiner Freiheit begibt. Das ist eine Verhaltensweise, die aus der Perspektive des modernen Menschen, der die Freiheit so sehr schätzt, dass die persönliche Freiheit sogar als Grund- und Menschenrecht verfassungsrechtlich einklagbar ist, nicht mehr unbedingt einleuchtet. Man könnte eine solche Handlung insofern auch bizarr, »primitiv« oder eben „mittelalterlich“ nennen. Damit hätten wir erkenntnismäßig aber nichts gewonnen. Denn wir hätten nur die kulturelle Distanz konstatiert, ohne zugleich auch zu verstehen, dass Freiheit im Mittelalter etwas ganz anderes bedeutet als heute: nicht Unabhängigkeit, sondern Abhängigkeit.[70] Wirklich „frei“ war offenbar nur der, der einen hatte, der über ihm stand und ihm Schutz gewähren konnte. „Die Freien [...] verzichteten um dieses Schutzes willen gerne auf ihre Freiheit“.[71]

Kurz: Hier begegnet uns im frühen 8. Jahrhundert das, was wir eingangs als die „Alterität des Mittelalters“ bezeichnet haben. Wir haben deshalb Verständnisschwierigkeiten. Wir wollen die Handlung dieses offenbar existenziell bedrohten Menschen verstehen, aber es fehlen uns die historischen Voraussetzungen dazu. Nun ist es nicht so, dass wir in unserer modernen Welt nicht auch Not, Armut und Schutzlosigkeit kennen. Aber unsere moderne Antwort auf das Problem der existenziellen Schutzbedürftigkeit, wie sie uns hier in der Quelle begegnet, wäre heute eine ganz andere als die des Mittelalters. Wir würden das Problem vermutlich nicht nur persönlich, sondern auch „staatlich“ lösen wollen. Das heißt: Wir vertrauen auf einen institutionellen Apparat, der uns so selbstverständlich geworden ist, dass wir seine Historizität schon gar nicht mehr ausdrücklich thematisieren oder in Frage stellen. Wir vergessen dabei, dass der moderne Staat eine historische und keine absolute Größe ist.[72]

Die vorschnelle Aktualisierung des Feudalzeitalters macht mithin den Fehler, etwas zu modernisieren, was nicht zu modernisieren ist. Wir setzen bei der Lösung des Problems etwas voraus, was es im Mittelalter so niemals gegeben hat: den modernen Staat, der nicht nur die Rechte seiner Bürger schützt, sondern im 19. und 20. Jahrhundert auch so etwas wie eine soziale Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bürgern entwickelt und ausgebildet hat. Einen solchen Staat im Sinne einer »öffentlichen Gewalt« gab es im Mittelalter aber genausowenig wie eine industrielle Gesellschaft, die die soziale Frage aufgeworfen hätte.

Das Verhalten des in der Quelle genannten Menschen wird also erst vollends klar, wenn man bedenkt, dass es für die ganze Zeit des Mittelalters keinen im neuzeitlichen Sinne „souveränen“ Staat gab.[73] Damit fällt eine wichtige Voraussetzung unseres modernen Lebens für das Verständnis des Mittelalters weg. Die Entstehung des frühmodernen Staates ist ein langfristiger Prozess, der zwar durchaus im Hoch- und Spätmittelalter einsetzt, eine eigenständige und vollgültige Dynamik aber erst in der Frühen Neuzeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gewinnt. Er gehört zu den wichtigsten geschichtlichen Prozessen überhaupt. Den „zeitlos abstrakten Staat“ gab es im Mittelalter nicht. Herrschaft realisierte sich wesentlich über das Mittel persönlicher Bindungen und Abhängigkeiten. Ein unpersönliches und abstraktes Staatswesen, wie wir es kennen, gab es im Grunde nicht. Der König „reiste“ in seinem Reich umher. Mittelalterliches Königtum war „Reisekönigtum“. Herrschaft bedurfte der stetigen Aktualisierung. Noch Karl V. besaß keinen kontinuierlichen Herrschaftssitz, von einer Hauptstadt oder einem Verwaltungsmittelpunkt des Reiches ganz zu schweigen. Ansätze transpersonaler Staatvorstellungen gibt es im Mittelalter zwar, sie haben aber nicht zu einer abstrakten Staatsvorstellung, wie sie die Neuzeit kennt, geführt.[74]

Wir haben uns, wenn wir uns mit dem Mittelalter beschäftigen, mithin eine vorstaatliche Gesellschaft vorzustellen. Die Macht der mittelalterlichen Vorläufer der modernen Staatsgewalt war mehr als bescheiden.[75] Das heißt: Es gab

1.) keine moderne Exekutive im Sinne eines „Erzwingungsstabes“ (Max Weber), wie wir dies etwa in der Form der Polizei kennen, es gab
2.) kein staatliches Gewaltmonopol, sondern stattdessen das Recht auf bewaffnete Selbsthilfe, die so genannte Fehde, es gab
3.) keine modernen Gesetze, die überall gültig oder durchsetzbar gewesen wären und eine gewisse Rechtssicherheit garantierten, und es gab
4.) schließlich auch keine Gleichheit vor dem Gesetz.

Wer all dies bedenkt, dem wird die Dramatik der Situation klar, in der sich der frühmittelalterliche Mensch unserer Quelle befindet: Arm, mittellos und auf sich allein gestellt zu sein, bedeutete in der damaligen Zeit eine tödliche Gefahr. Es war zwingend notwendig, in den Dienst eines Mächtigen zu treten, seine Patronage und damit seinen Schutz zu gewinnen. Der Eintritt in die Schutzgewalt eines Herrn, die so genannte „Kommendation“, macht vor dem Hintergrund eines ausschließlich auf persönlichen Bindungen beruhenden Herrschaftsgefüges also durchaus Sinn. Dennoch war dieses Rechtsverhältnis, in das der Lehensmann gegenüber dem Lehensherrn eintrat, kein einseitiges, sondern ein wechselseitiges Verhältnis. Die Quelle sagt es selbst:

Und das habe ich getan unter der Voraussetzung, dass ihr mich mit Speise und Kleidung unterstützt und unterhaltet in dem Maße, in dem ich Euch dienen und so Eure Hilfe verdienen kann. Bis zu meinem Tod muss ich Euch dienen und gehorsam sein, wie ich es als Freier vermag. Zeitlebens werde ich mich Eurer Gewalt und Munt nicht entziehen können, vielmehr werde ich, solange ich lebe, unter Eurer Schutzgewalt stehen. Und daher kamen wir überein: Falls einer von uns beiden sich diesen Abmachungen entziehen sollte, muss er seinem Vertragspartner soundso viel Schillinge bezahlen; die Vereinbarung selber bleibt jedoch trotzdem gültig.[76]

Es ist leicht zu erkennen: Aus dem Rechtsverhältnis, das hier zwei Personen eingehen, erwächst eine wechselseitige Verpflichtung, die bis zum Tod der Vertragspartner reicht. Der Herr bietet dem Lehensmann, wie es formelhaft hieß, „Schutz und Schirm“, der Mann dem Herrn „Rat und Hilfe“ (z. B. ritterlicher Kriegsdienst oder Pflicht zur Hoffahrt). Nicht nur der Mann war dem Herrn zum Dienst verpflichtet, auch der Herr schuldet dem Vasallen „Schutz und Schirm“, „was in einer personal strukturierten Gesellschaft und einer durch rechtlich erlaubte, in der Fehde sich konkretisierende Selbsthilfe geprägten Rechtsordnung von großer Bedeutung sein konnte“.[77]

Das Rechtsverhältnis beruht also eindeutig auf Gegenseitigkeit bzw. auf Reziprozität und kann auch nicht einseitig aufgelöst werden. Es ist ein Treueverhältnis, das bei einseitiger Verletzung des Vertrages (Felonie), das sei hier ergänzt, sogar ein Recht auf Widerstand vorsah. Denn Treue ist etwas anderes als unbedingter Gehorsam. Karl der Große z. B. hat eine begrenzte Zahl von Gründen angegeben, die einen Vasallen berechtigen, seinen Herrn zu verlassen: Angriff auf Leib und Leben, Stockschläge, Schändung oder Verführung von Frau und Tochter, Einziehung eines Eigengutes (des Vasallen), seine Erniedrigung zum Unfreien, Angriff mit erhobener Waffe und Vernachlässigung der Schutzpflicht.[78] Der Satz des Schwabenspiegels, einer Rechtsaufzeichnung aus dem 13. Jahrhundert, belegt die grundsätzliche Möglichkeit, dass eine Aufkündigung des Rechtsverhältnisse bei Vernachlässigung der Schutzpflicht durchaus möglich war:

Wir suln den herren dar umbe dienen, daz si uns beschirmen. unde beschirment si uns nüt. so sin wir in nüt dienestes schuldig nach rechte.

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[63] Borst (wie Anm. 32) S. 25.

[64] Ebd. S. 670.

[65] Sauer, Geschichte unterrichten (wie Anm. 9) S. 65.

[66] Vgl. Ganshof (wie Anm. 1) S. 4 f.

[67] Vgl. Hartmut Hoffmann, Kirche und Sklaverei im frühen Mittelalter, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 42 (1986) S. 1–24. Allgemein Leonhard Schumacher, Sklaverei in der Antike. Alltag und Schicksal der Unfreien, München 2001.
Vgl. W. Ogris, Art. Munt, Muntwalt, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Bd. 3, Berlin 1984, Sp. 750–761.

[68] Vgl. W. Ogris, Art. Munt, Muntwalt, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Bd. 3, Berlin 1984, Sp. 750–761.

[69] Ganshof (wie Anm. 1) S. 5. Vgl. MGH Formulae Merowingici et Karolini Aevi, hg. von Karl Zeumer, Hannover 1886, Nr. 43, S. 158.

[70] Die grundsätzliche Verschiedenheit des mittelalterlichen Freiheitsbegriffs kann man daraus ersehen, dass Freiheit im Mittelalter im Plural vorkommt und dass sie steigerungsfähig ist, Freiheitsrechte also abgestuft waren. Vgl. Gerd Tellenbach, Libertas. Kirche und Weltordnung im Zeitalter des Investiturstreites, Stuttgart 1936 (Nachdruck der ersten Aufl. Berlin – Köln 1996), S. 48–76; Ders., Die Vielfalt von libertas und servitus im Mittelalter und die moderne Gleichheit (1987), in: Ders., Mittelalter und Gegenwart. Vier Beiträge. Aus dem Nachlass hg. von Dieter Mertens u. a., Freiburg − München 2003, S. 77−90, hier S. 77 und Herbert Grundmann, Freiheit als religiöses, politisches und persönliches Postulat im Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 183 (1957) S. 23–53.

[71] Reinhard (wie Anm. 44) S. 33.

[72] Vgl. ebd. S. 15 f., 20, 26 und 517 ff.

[73] Vgl. Borst (wie Anm. 32) S. 487. Siehe auch Reinhard (wie Anm. 44) S. 15, der betont, dass es den Begriff des modernen souveränen Staates in Deutschland erst im 19. Jahrhundert gab.

[74] Etwa im 7. Kapitel der Gesta Chuonradi Wipos, einer Lebensbeschreibung des ersten Saliers, Konrads II. Vgl. Helmut Beumann, Zur Entwicklung transpersonaler Staatsvorstellungen, in: Das Königtum. Seine geistigen und rechtlichen Grundlagen. Mainauvorträge 1954, Sigmaringen 1956, S. 185–224.

[75] Vgl. Reinhard (wie Anm. 44) S. 22.

[76] Ganshof (wie Anm. 1) S. 5.

[77] Hagen Keller, Art. Lehen (wie Anm. 44) Sp. 1809.

[78] MGH Capitularia regum Francorum, Bd. 1, hg. von Alfred Boretius, Hannover 1883, Nr. 77 c. 16 und Nr. 104 c. 8. Vgl. Ganshof (wie Anm. 1) S. 31.

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