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Rezension:
Mittelalter,
Glücklicherweise werde ich eines Besseren belehrt und erfahre auf Seite 9 mehr als ich mir erhofft hatte. Das stachelt mich an und ich will sehen, ob ich nicht mehr erfahren kann als hier steht - siehe da: www.bildindex.de und Auferstehungsaltar des Meisters von Liesborn. Je weiter ich lese, ja mehr ich hin und her blättere, umso begeisterter bin ich. Besonders die ausführlichen Erläuterungen der - leider durchgehend in schwarzweiß gehaltenen - Abbildungen des Lehrbuchs überzeugen mich auch von der handwerklichen Qualität des Werkes. Die Herausgeber haben Wort gehalten und präsentieren mit dem Band Mittelalter, der die vierbändige Reihe Oldenburg Geschichte Lehrbuch (OGL) komplettiert, eine überzeugende Studieneinführung. Die vier Abschnitte des über 450 Seiten starken Wälzers geben einen umfassenden Einblick in die Ereignis-, Verfassungs- und Sozialgeschichte des europäischen Mittelalters (Eckdaten 500 - 1500) mit Schwerpunkt Mitteleuropa und bieten darüber hinaus detaillierte Informationen über historische Hilfswissenschaften sowie die Landschaft der deutschen Mittelalterforschung. Auf Quellentexte muss der Leser leider verzichten, dafür bieten jedoch die zahlreichen im Studien- und Prüfungsbetrieb meist vernachlässigten Bildquellen eine gute Gelegenheit einmal andere Wege einzuschlagen. Ergänzt wird das dennoch umfangreiche Textmaterial durch Statistiken und Karten. Besondere Aufmerksamkeit
bei der Lektüre habe ich auf die praktischen Hinweise zur Studien- und
Forschungsarbeit in Teil 3 und 4 verwendet. Studienanfänger können meiner
Meinung nach nicht früh genug in die praktische Arbeit eines forschenden
Historikers eingeführt werden - ja, auch wenn sie nur LehrerInnen werden
wollen! Möglicherweise sollten Studierende im Grundstudium ein
obligatorisches Praktikum in einem Archiv, einer universitären oder
außeruniversitären Forschungseinrichtung oder einem historischen Verein
absolvieren (dafür könnte dann aber auch die ein oder andere staubtrockene
obligatorische Vorlesung ersatzlos aus dem Studienplan gestrichen werden).
Doch wer soll das organisieren und bezahlen? Schließlich noch ein
genauer Blick auf den Abschnitt III. Neue Medien - wunderbar, genau mein
Ding. Endlich bleibt mir noch zu
bemerken, dass jedem Studierenden der Geschichtswissenschaft zu empfehlen
ist, seine Nase in dieses Lehrbuch zu stecken. Maik Hager |
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Das Oldenbourg Geschichte Lehrbuch gibt's auch als kostengünstige Gesamtausgabe. Gaudeamus!
Weitere Informationen zum OLG
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