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Lebenszeichen 2012 Projekte der Hoffnung Bildkalender der |
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In der zwanzigsten Ausgabe des Bildkalenders Lebenszeichen blickt die Gesellschaft für bedrohte Völker e. V. in diesem Jahr zurück und erzählt die Erfolgsgeschichten von Selbsthilfeinitiativen, die Ureinwohner und Minderheitenangehörige auf die Beine gestellt haben. Dabei werden durch die großformatigen Fotos auf den 12 Kalenderblättern zunächst einzelne Gruppen von Ureinwohnern und Minderheiten vorgestellt, deren Geschichte und Projekte dann auf der Rückseite des jeweiligen Blattes näher erläutert werden. Die Beiträge stammen u. a. von Angehörigen der betreffenden Völker und Minderheiten oder von Entwicklungshilfeaktivisten, die selbst involviert sind. Bei der Lektüre der umfangreichen Informationen haben mich zwei Selbsthilfeprojekte besonders beeindruckt, die ich an dieser Stelle kurz vorstellen möchte: Modellprojekt "Gandhi-Gymnasium" in Pecs (Ungarn) Jahrzehntelang
wurden Roma-Kinder in Ungarn systematisch diskriminiert.
Frau Dr. Katalin
Forray, Leiterin des Lehrstuhls für Romologie an der Universität Pecs
berichtet, dass viele Roma-Kinder auf Sonderschulen geschickt worden, ohne
dass dabei auf ihre intellektuellen Fähigkeiten Rücksicht genommen wurde.
Die durchgeführten Schuleignungstest hätten diese "Segregation" gefördert,
so dass vielen Roma-Kindern eine höhere Schulbildung vorenthalten wurde.
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Umoja - das Dorf der Frauen (Kenia) Seit 1990
leben in dem kleinen Dorf am Rande des Samburu-Nationalparks
ausschließlich Frauen. In zahlreichen
Zeitungsartikeln und
Fernsehreportagen wurde bereits über das Leben der Frauen berichtet.
In der patriarchalen Gesellschaftsordnung der Samburu, einem Krieger- und
Nomadenvolk im Norden Kenias, ist die Frau Eigentum des Mannes. Sie ist
das Opfer von von häuslicher Gewalt, Zwangsehe und Genitalverstümmelung.
Als Eigentum des Mannes ist sie quasi recht- und schutzlos. |
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Auf den zwölf Kalenderblätter, die sehr aufwendig und höchst informativ gestaltet sind, werden viele weitere Selbsthilfeprojekte aus den USA (Cherokee), Indien (Adivasi), Peru (Q'ero), dem Niger (Tuareg) und anderen Ländern vorgesellt. Die Fotomotive der Kalenderblattvorderseiten finden sich auch auf der GfbV-Internetseite. Besonders hervorzuheben ist, dass durch den Kalender Angehörige von Minderheiten und indigenen Völkern selbst zu Wort kommen. Es finden sich zahlreiche Statements und Beiträge von Betroffenen, die durch Artikel von Menschenrechtsaktivisten, die eng mit den Betroffenen zusammenarbeiten, ergänzt werden. Dadurch ist der Kalender nicht nur eine schöne Bilderschau, sondern vielmehr ein umfangreiches und fundiertes Informationsmedium zum Thema. Aus diesem Grunde bietet sich
das Material auch für den Einsatz im Unterricht an. Im
Sozialkundeunterricht der Mittelstufe (Themenfeld Menschenrechte, 7./8.
Klasse) regt es zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit
Minderheitsrechten an. Schülerinnen und Schüler können anhand der
Materialien eigene Vorträge, Präsentationen und Ausstellungen ausarbeiten
und sich mit den Vertretern einer Ethnie und deren Anliegen und
Selbsthilfeprojekten speziell
auseinandersetzten. Durch die Darstellungsweise und die Materialien des Kalenders erhalten die Schülerinnen und Schüler, aber auch interessierte Erwachsene, einen umfassenden Einblick in aktuelle Probleme des Minderheitenschutzes auf nationaler und internationaler Ebene, lernen aber auch Beispiele für erfolgreiche Selbsthilfeprojekte kennen. Hieraus können die Schüler ein kritisches Bewusstsein im Umgang mit Minderheiten und deren politischen Rechten entwickeln. Mit dem Kauf des neuen Bildkalenders der Gesellschaft für bedrohte Völker unterstützen Sie deren Bemühungen, Minderheiten und indigenen Völkern Gehör zu verschaffen. Mit dem Einsatz der Materialien im Unterricht können Sie den Schülerinnen und Schülern ein wichtiges politisches Anliegen anschaulich vermitteln. Den Kalender können Sie über den Onlineshop der GfbV e. V. zum Preis von 19,90 € zzgl. Versand bestellen. Eine Liste ausgewählter Geschäfte, in denen Sie den Kalender ebenfalls erwerben können, finden sie online. Maik Hager |
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