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Hajo Brandenburg,
Die Geschichte der Feuerwehr. Sutton Verlag, Erfurt 2009. |
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Neben den Polizeibeamten und den Krankenpflegern gehören die Feuerwehrleute (Männer wie Frauen in allen Berufsgruppen) zu den Helden des Alltags. Immer zum Einsatz bereit, kümmern sie sich um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen unter dem Motto: "Retten - Löschen - Bergen - Schützen" Mit seinem Bildband "Die Geschichte der Feuerwehr" gibt Hajo Brandenburg einen Einblick in die moderne Geschichte und Tätigkeit der deutschen (deutsche Länder, Deutsches Reich, BRD und DDR) und österreichischen Feuerwehren von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 2000. Dabei behandelt der Autor in vier Kapiteln zunächst die "Gründung der Feuerwehren auf dem Land und in den Städten" (S. 13-35), die "Ausrüstung der Feuerwehrleute" (S. 37-67), den "Alltag bei der Feuerwehr" (S. 69-101) und schließlich "Großbrände und Katastrophen" (S. 103-122). Die einzelnen Kapitel werden jeweils durch einen kurzen Erläuterungstext eingeleitet, in dem der Autor auf die Besonderheiten des Themengebiets aufmerksam macht. Die durchweg schwarz-weißen Abbildungen werden durch Bildunterschriften erklärt. |
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Schon als kleiner Junge hat mich die
Feuerwehrtechnik begeistert. Die zahlreichen Gerätschaften mit den
Feuerwehrleute arbeiten und die imposanten Fahrzeuge verschiedenster
Bauart haben auf mich eine besondere Faszination ausgeübt. Zu einem
persönlichen Engagement bei einer
Freiwilligen Feuerwehr (FF), die es auch in Berlin gibt, hat dies
allerdings nicht geführt. Ich bevorzugte eher die Beschäftigung mit der Feuerwehr im kleinen Maßstab im Kinderzimmer und erst kürzlich habe ich meine Liebe zur kleinen Feuerwehr wiederentdeckt. |
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Dementsprechend ist das Kapitel über die
Ausrüstung der Feuerwehrleute für mich natürlich von besonderem Interesse.
Hier hat der Autor insgesamt 49 Fotographien zusammengetragen, auf denen
die unterschiedlichsten Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände von
Feuerwehren zwischen 1880 (Zubringerspritze der Freiwilligen Feuerwehr
Tulln, S. 43) und 2000 (Tragkraftspritzfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug
der Altenlager Feuerwehr. S. 67) zu sehen sind. Der Autor beschreibt in
seiner Einleitung die technischen Entwicklungen im Bereich der
Spritzentechnik, Leitertechnik und Fahrzeugtechnik.
In ersten Bereichen sind aus heutiger Sicht
als Kuriosum zunächst die Dampfspritzen hervorzuheben, die "ständig
befeuert werden mussten, damit sie in zwölf Minuten nach der Alarmierung
eingesetzt werden konnten." (S. 37) Im Bereich der Leitertechnik macht Brandenburg vor allem auf die Entwicklung Ganzstahlleiter aufmerksam die in den 1920er-Jahren die die noch zu großen Teilen aus Holz bestehenden Leitern ablöste. Im Bereich der Fahrzeugtechnik weißt der Autor vor allem auf die Elektromotorisierung bis 1935 hin: "Außerdem hielten viele Feuerwehrleute es für sehr gewagt, mit Explosionsmotoren und Benzin zum Einsatzort zu fahren." (S. 38) Abschließend behandelt Brandenburg die Brandschutzkleidung und Uniformierung der Feuerwehrleute, die mit der Reichsgründung von 1871 verstärkt Einzug hielt. Die Fotographie einer öffentlichen Vorführung eines sog. Rauchhelms mit Wasserbrause gehört hier zu den interessantesten Bildquellen (S. 52 und nebenstehend). Dabei handelt es sich um den Vorläufer der heutigen Pressluftatmer. |
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Insgesamt bietet Brandenburgs Bildband
einen guten Einblick in die moderne Geschichte der deutschen und
österreichischen Feuerwehr, da Bildquellen aus verschiedenen Einzelwerken,
die nicht unbedingt einen thematischen Bezug zum Feuerwehrwesen haben,
zusammengetragen wurden. Außerdem finden sich einige Fotographien aus
Archiven und Privatsammlungen. Der Autor rückt dabei Aspekte eines Themas
in den Vordergrund, die den meisten Menschen unbekannt sein dürften. Für
historisch Interessierte bietet das Werk eine Vielzahl von Bildquellen im
Bereich der Technikgeschichte. Sie eignen sich auch hervorragend für einen
Längsschnitt im Geschichtsunterricht zum Thema "Technik, Medien und
moderne Wissenschaft: Von der Industrialisierung bis heute" in der
Jahrgangstufe 9/10 (siehe Berliner Rahmenlehrplan Geschichte, Sek. I, S.
35). zum Autor: Dr. Hajo Brandenburg ist Historiker und Leiter des schleswig-holsteinischen Freuerwehrmuseums in Norderstedt bei Hamburg. Neben Publikationen über die Geschichte des Feuerwehrwesens hat sich Dr. Brandenburg ebenfalls intensiv mit Stadt- und Sozialgeschichte beschäftigt und insbesondere die Geschichte des Hamburger Stadtteils Altona erforscht. Linktipps:
Literaturempfehlungen:
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